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Gameboy

Seit seinem Erscheinen 1989 ist der Gameboy mit 100 Millionen verkaufter Exemplare mit Abstand die meistverkaufte tragbare Spiel-Konsole der Welt. Dieses kleine Gerät hat damals den Videospiele-Markt revolutioniert, denn auf einmal war es möglich, seine Lieblingsspiele -ob nun Tetris oder Super Mario- überall zu genießen. Der Gameboy ist mit einem LCD-Bildschirm bestückt, der bis zu 14 Graustufen darstellen kann. An den blechernen Sound des Gameboy wird sich auch jeder erinnern.
Die Videospiele sind -wie beim NES, aber auf kleinen Spiele-Modulen gespeichert, die einfach hinten in den Gameboy gesteckt werden. Das System ist auch bei der jetzigen Generation des Gameboy noch vorhanden. Auch die Steurungsfunktion bestehen exakt wie beim NES aus dem Steuerkreuz, den Menüsteuerungs-Buttons (Start und Select) und den Spielsteuerungs-Buttons (A und B).
Für dieses populäre Gerät gibt es auch eine Reihe von Zusatzgeräten: Mit einem Zusatzkabel (dem Link-Kabel) ist es möglich einige Spiele zu zweit zu spielen, oder seine High-Scores auszutauschen. Auch sah man nicht selten jemanden mit einer auf den Gameboy aufgesteckten Lichtlupe durch die Gegend laufen, so konnte man seine Spiele auch bei Nacht oder schlechtem Tageslicht spielen.


Zunächst gab es den Gameboy nur in einer Farbe: Jeder erinnert sich noch gerne an diesen grauen, kompakten Kasten. Doch der Lauf der Zeit ging auch am Gameboy nicht spurlos vorbei, so bekam er in den frühen Neunzigern ein neues äußeres verpasst. 1997 verkleinerte man das System noch auf ein etwas handlicheres Format: Den Gameboy Pocket, der in den buntesten Farben zu erstehen ist. Diese Veränderung steigerte noch einmal die Popularität des Gameboys, denn nun konnte man das Gerät einfach in die Hosentasche stecken.

Mit dem Erscheinen des Gameboy Color ein Jahr später, um 1998, hatte es Nintendo wieder geschafft, den Markt für Handheld-Spielekonsolen zu revolutionieren, denn mit diesem Gerät war es möglich seine Lieblingsspiele auch in Farbe zu genießen. Der Gameboy Color ist mit einem TFT-Farbbildschirm ausgestattet, der 56 Farben aus einer Palette von 32.000 gleichzeitig darstellen kann. Und durch den Boom um die kleinen, trainierbaren Monster, die so genannten Pokémon wurde der Verkauf des damals gerade neu erschienenen "Gameboy Color" mächtig angekurbelt.
Mit dem Gameboy Color erschienen auch weitere Zusatzgeräte: So kann man mit der Gameboy Camera Fotos machen und diese mit dem Gameboy Printer auf spezielles Gameboy Print Papier mit selbstklebender Rückseite ausdrucken. Aber nicht nur Fotos lassen sich auf Papier festhalten, sondern auch Highscore-Listen oder Screenshots aus dem Spiel.

2001 gab Nintendo den Spielern die nächste Generation tragbarer Unterhaltung in die Hand: Den Gameboy Advance. Die aktuelle Generation des Gameboy ist noch einmal handlicher gemacht worden und arbeitet nun mit der Leistung eines 32-Bit-Prozessors. Auf dem größeren Bildschirm können bis zu 32.000 Farben gleichzeitig dargestellt werden. Erstmals wurde auch der Sound des Gameboys aufgefrischt, jetzt sind auch polyphone musikalische Klänge zu vernehmen. Um beim Spielen nicht von Nebengeräuschen aufgehalten zu werden, ist sogar ein Kopfhörerausgang im Gameboy Advance integriert.

Dabei hat es Nintendo aber nicht belassen: Im Jahre 2003 erschien der Gameboy Advance SP -ein Gameboy Advance im Laptop-Design. Technisch unterscheidet er sich nicht von dem normalen Gameboy Advance. Ein kleines Feature für die Spieler: Es ist der erste Gameboy mit integrierter Bildschirmbeleuchtung.

Im November 2005 erschien endlich das Nachfolgemodell des SP, der Gameboy Micro, der mit 10x5x1,8 cm erheblich kleiner als die Vorgänger ist. Trotzdem bietet er die gleiche Funktionalität, mit Ausnahme der Kompatibilität zu Gameboy- und GB-Color-Spielen.